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Gartenarbeit für die Gesundheit
Unkraut jäten, Pflanzen stecken, Samen streuen, Rasen mähen und so weiter. Ein Garten bedeutet für viele nicht mehr nur Arbeit, sondern auch Erholung. Tätigkeiten wie diese sind für immer mehr Erwachsene eine Entspannung. So können schon 30 Minuten Gartenarbeit wie ein kleiner Urlaub wirken und etliche Stresshormone abbauen. Außerdem stärkt die Bewegung im eigenen Garten die Immunkräfte und stabilisiert das Herz-Kreislauf-System.
Darüber hinaus beugt es beispielsweise Diabetes vor, denn Bewegung ist eines der besten Schutzmittel gegen den erhöhten Zuckerspiegel. Auch Osteoporose kann bei der täglichen Arbeit im Garten vorgebeugt werden, da es den Muskelaufbau anregt. US-Wissenschaftler der Kansas State University haben herausgefunden, dass schon zweimal Gärtnern pro Woche Frauen ab 40 vor Osteoporose schützt. Gärtner ist somit fast so effektiv wie Joggen, Walken oder Schwimmen.
Mittlerweile gehört Gartenarbeit mit zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Neben der Immunabwehr und seiner entspannenden Wirkung, ist Gartenarbeit auch anderweitig gesund. So hat das buddeln, wühlen und pflanzen einen meditativen Charakter. Beim Geruch von frisch geschnittenem Gras oder der blühenden Pflanzen, lösen sich bei etlichen so manche Sorgen wortwörtlich in Luft auf. Auch gegen Depressionen soll die Gartenarbeit vorbeugen. Denn vor allem die grüne Farbe lässt Glückshormone sprudeln.
Zudem bildet der Körper durch das Tageslicht ausreichend Vitamin D, das eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit trägt. Zusätzlich zu diesen ganzen positiven Effekten des Gärtners, beugt es noch Bluthochdruck vor und reguliert die Blutfettwerte.
Die therapeutische Wirkung von Pflanzen und Gärten war den Menschen schon im 18. und 19. Jahrhundert bekannt. Daher forderten Philosophen und Pädagogen mehr Grün in die Städte zu bringen. Später wurde der Bevölkerung der Zutritt zu Parkanlagen, Gärten und Wäldern gewährt, die bisher nur dem Adel zugänglich gewesen waren.
Mittlerweile behandeln einige Psychotherapeuten ihre Patienten mit einer speziellen Gartentherapie. Diese umfasst den zielgerichteten Einsatz der Natur zur Steigerung des Wohlbefindens. Bei der Therapie werden pflanzen- und gartenbezogene Aktivitäten und Erlebnisse eingesetzt. Beim Umgraben, Säen und Unkraut jäten vergisst der Patient, dass es sich hier um ein Trainingsprogramm handelt. Hinzu kommt die Begeisterung, wenn die eigene Ernte eingebracht werden kann. Daher ist eine Gartentherapie mitunter sehr erfolgversprechend.
Die grüne-Frischluft-Fitness ist also für Jedermann gesund, egal ob jung oder alt. Die heilsamen Kräfte der Pflanzenwelt sollten daher keineswegs unterschätzt werden.
Und wer jetzt Lust bekommen hat im Garten zu arbeiten, aber keinen besitzt, kann sich auch mit Balkonarbeiten oder sogar mit Urban Gardening ein Stück Natur herbeizaubern.
Wem die Gartenarbeit doch zu anstrengend ist und nicht alles vereinbaren kann, kann sich über Betreut.de einen erfahrenen Gärtner suchen, der einem unter die Arme greift.
C. Biehl
30.05.2012